Fahrverbote werden durch aktuelle Entwicklungen überflüssig!

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Aussenansicht des WEMID Präsidenten: Fahrverbote in München vom Tisch - und das ist gut so.

Der Wandel zu alternativen Energien und Antrieben sowie die aktuellen Beschlüsse zugunsten des Öffentlichen Nahverkehrs werden Fahrverbote in München verhindern. Durch gemeinsame Maßnahmen der Stadtverwaltungen, der Fahrzeughersteller (Nachrüstung) und auch der KFZ-Nutzer (vielleicht auch mal den Bus oder die S- Bahn nehmen), werden in München wohl Fahrverbote für alte Diesel verhindert werden können. Angesichts der Entwicklungen, die uns alle umgetrieben haben, ist diese Entwicklung erfreulich.

Diese gemeinsame Kraftanstrengung ist besser, als den Besitzern von alten Dieseln, die oftmals aus Geldmangel keine neuen Fahrzeuge kaufen können, die alleinige Verantwortung für eine saubere Luft aufzubürden. Der eigentliche Skandal aber ist das Versagen der Politik insbesondere des Verkehrsministeriums in den letzten Jahren. Es war ja absehbar, dass die Städte die Luft nicht so rein halten können, wie es auch für Kleinkinder sowie alte Menschen notwendig ist. So sterben jährlich viele tausend Menschen an schlechter Luft. Wer schon einmal die Megastädte der Welt gesehen hat, der weiß, wieviel gute Luft wert ist. Wenn das Deutsche Bundesverkehrsministerium grundsätzlich früher reagiert hätte, wäre die ganze Debatte nicht so hochgekocht und es hätte bereits Maßnahmen im Vorfeld geben können. Die Zahlen lagen dem Minister ja schon lange vor. Jetzt haben aber die Städte als Hauptbetroffene der schlechten Luft reagiert und in meinen Augen die richtigen Maßnahmen angestoßen. Die Zukunft des Verkehrs gehört in den dicht besiedelten Städten dem Öffentlichen Nahverkehr und dem (Elektro)fahrrad. Dies nicht nur aus Umweltgründen, sondern auch aus Gründen der Schnelligkeit. Nur sehr wenige werden sich, wenn gute und preislich attraktive Alternativen bereitstehen, auf die überfüllten Straßen begeben. Anders ist die Situation auf dem Land, hier liegt die Zukunft schon noch auf absehbare Zeit beim Auto. Daher ist sehr zu begrüßen, dass mit Verspätung -hoffentlich nicht zu spät - auch die deutschen Hersteller auf alternative Antriebe setzen und dazu die Forschung intensiviert wird. Die Politik muss das aber mit einem entsprechenden Netz an Ladestationen begleiten. Das ist die Gretchenfrage in der Zukunft der Elektromobilität. Nur wenn ausreichend Ladestationen bereit stehen, wird sich die Elektromobilität durchsetzen. Jeder Hausbauer sollte daran denken und auch wir als Unternehmer sollten bei den Mitarbeiterparkplätzen bereits an Morgen denken.