Werte

Das große Thema Werte gliedert WEMID in zwei Bereiche. 

 

1. Werte als Wegweiser für das moralisch Richtige 

Hier geht es um das Gute, das moralisch richtige Verhalten im Allgemeinen. 

Doch was ist moralisch richtig und was nicht? Eine einheitliche Definition gibt es nicht. Moral ist gesellschafts- und kulturabhängig. Quell dieser Bewertungen sind beispielsweise Erziehung, religiöse Handlungsanleitungen, Niederschriften im Grundgesetz, oder die allgemein gültige gesellschaftliche Meinung. Moralisch richtiges Verhalten für Unternehmen gilt als unbedingt erstrebenswert. Grobe Verstöße gegen gängige Moralvorstellungen sind imagezersetzend. Ein schlechtes Moralverhalten beeinflusst das Betriebsklima negativ. Langfristig kann mangelnde Moral zum Kundenboykott und zur Insolvenz führen. Beispiele gibt es genug. 

 

2. Werte als neutrale Unternehmenslenker

Hier geht es um Werte als bewusste Lenker zur unternehmerischen Zukunftsgestaltung, eine sanfte und zugleich dominante Form der Kurshaltung. Die zweite Sichtweise ist moralneutral.

WEMID sieht diesen Ansatz als zentralen Schlüssel für unternehmerischen Erfolg und als die Brücke zwischen ökonomischen und gesellschaftlichen Werten. Der bewusste Umgang mit Werten führt zu einheitlichen Entscheidungen, hierarchieübergreifend, vom Mitarbeiter bis zur Führungskraft. Wo will der Inhaber hin, wo will das Unternehmen hin? In geführten Prozessen und Diskussionen sollen bestehende Haltungen und Meinungen zum Vorschein kommen und die gelebten Werte bzw. der Wertepluralismus im Unternehmen betrachtet werden.

WEMID unterstützt diesen Reflexionsprozess mit einem standardisierten Beratungsprozess und der Zertifizierung mit dem WEMID-Wertesiegel. Hierfür entwickelt WEMID Wertelisten, die jederzeit mit eigenen Definitionen ergänzt werden können. Eine grundlegende Orientierung geben die vier Blickrichtungen des WEMID-Werterahmens: Zum Kunden, zu den Mitarbeitern, zur eigenen Unternehmensperformance und natürlich zu den oben beschriebenen moralischen Werten, denen sich ein Unternehmen bewusst verschreiben kann. 

Berücksichtigt wird bei dieser Sichtweise, dass Werte in den Unternehmen nicht einfach verordnet werden können. Der WEMID-Ansatz blickt daher nicht nur TOP-Down vom Chef zur Belegschaft, sondern fährt mit einem Gegenstromverfahren, in dem auch Bottom-Up, von den Mitarbeitern zum Management und wieder zurück betrachtet wird. Durch die Werteimplementierung entsteht der individuelle Fingerabdruck jedes Unternehmens. Dieser spiegelt die persönliche Auffassung über den Umgang miteinander, die Leistungsbereitschaft im Betrieb, was man für den Kunden tun will und welchen Moralvorstellungen man sich öffentlich verschreibt. 

Geteilte und gelebte Werte führen zu einer immensen Entschlossenheit und Schubkraft. Im Gegensatz dazu zeigen Wertekonflikte, dass die Wertesysteme der Beteiligten nicht ausreichend übereinstimmen. Andauernde konfuse Handlungen nach außen führen zu Verwirrung und Imageverlust. Die Folge uneinheitlicher Wertesysteme sind unendliche Diskurse, Querelen, Schwächung und Stillstand. Erst die Reflexion und Verpflichtung in einer gemeinsamen Vision, getragen durch ein abgestimmtes Wertefundament, führt zu den richtigen Handlungen. Beim Solounternehmer wie beim Unternehmen mit großem Mitarbeiterstamm.